Viele Texte
auf dieser Seite wurden dem
Informationsblatt »Geschichte, Herkunft und Ziele des Luftbad
Waldwiese« (2003) und der Dokumentation des Naturheilvereins
Kassel 1891 e.V. über das
Luftbad Waldwiese (2002) entnommen.*1
Diese Seite dient auch als Vereins-Website.
Stand: 18.08.2011
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Das Luftbad
Waldwiese liegt oberhalb des Blauen Sees und somit unfern der
Künstler-Nekropole im Kasseler Habichtswald. Von der Endhaltestelle
der Linie 8, »Hessenschanze«, sind es etwa 30 Minuten
Fußweg.

Das
Vereins-Emblem
aus dem Schattenfries »Per Aspera ad Astra«
von Karl Wilhelm Diefenbach,
1888.*6
Inhalt dieser Seite
Überblick
Der Verein
Veranstaltungen des Vereins
Geschichte und Gegenwart
Gestaltungssatzung (Entwurf)
Die Waldwiese - Gedicht von Ingmar Willkomm
Ein Brief aus Darmstadt
Ein Brief aus München
Ein Brief aus Kaiserslautern
Ökologische Bedeutung des Luftbades Waldwiese
Wiesenkräuter auf der Hühnerbergwiese
Links
Am Samstag, dem 20.08.2011 feiert unser Verein Luftbad Waldwiese e.V. ein Sommerfest für Freunde und Interessierte auf der Waldwiese.
Beginn ist ab 14:00 auf dem Vereinsgelände auf der Hühnerbergwiese.
2009: Es gibt Anlaß zu großem Optimismus: Es liegt ein Bebauungsplan-Vorentwurf vor, der keine Hüttenabrisse mehr vorsieht und der den Erhalt der Anlage glaubwürdig unterstützt. Daß die untenstehenden Zeilen aus dem Jahr 2007 in ihrem dramatischen Appell demnächst wohl nur noch historische Bedeutung haben, dafür danken wir Frau Ministerin Eva Kühne-Hörmann, Herrn Stadtbaurat Norbert Witte und dem Umwelt- und Gartenamt – und übrigens allen Kasseler Parteien, denn von ihnen allen wurde uns Unterstützung zuteil – wie auch von zahlreichen anderen Institutionen und Privatpersonen!
2007: Die Waldwiese ist nach wie vor ein Stück lebendiger Geschichte - unserer Stadt und der Naturheilbewegung. Sie ist aber auch einfach ein Stück Leben mit und in der Natur. Ob das so bleiben wird, wird sich wohl in der Stadtverordnetenversammlung entscheiden, ob dieses Jahr oder nächstes. Denn noch immer gibt es Bestrebungen, aus verwalterischer Phantasielosigkeit unser geliebtes Luftbad Waldwiese auszuradieren. Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, alle Interessierten und alle politisch Aktiven, sich für den Erhalt dieses einmaligen Ensembles einzusetzen!

Kinderglück vor einer Luftbad-Hütte.

Das Dach wird kundig von Laub befreit.
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20er Jahre: Eine fröhliche Gruppe hat sich um das Gemeinschaftshaus
versammelt. In der Gründerphase des Luftbades enthielt die Anlage,
die damals noch größer als heute war, noch einige weitere
Bauten - z.B. die Hütte Musch. Diese wie auch andere sowie die
Gemeinschaftshütte gibt es heute nicht mehr.*1
(Abbildung mit Einwilligung von und Dank an Frau Gucek.*7)

Plan des Luftbades Waldwiese. Oben: Westen.*1

Luftaufnahme, Sommer 2000. Oben: Süden; links die »untere«,
rechts die »obere Wiese«. Rechts unten eine weitere Lichtung,
ganz links lag in den 20er Jahren eine ebene Tummel- und Sportwiese,
die inzwischen wieder weitgehend zugewachsen ist.*2
Die meisten Hütten wurden von Industriearbeitern errichtet, was auch durch die Bauart und viele Einzelheiten dokumentiert ist. Hier ein Eigenbau-Schraubenschlüssel, selbstgemacht aus einer Gewindestange, drei Muttern und zwei Werkstücken.*3 |
Überblick
(dieser Text folgt in weiten Teilen wörtlich
Ingmar Willkomms Dokumentation.*1)
Der Kasseler Naturheilarzt Heinrich Goßmann (siehe
das Kapitel »Kurort Wilhelmshöhe« und das Bild
weiter unten bei »Geschichte«) wirkte mit der Gründung
des »Naturheilvereins Kassel 1891 e.V.« segensreich
auf zahlreiche Kasseler Bürger. In der einst idyllischen Innenstadt
aus Fachwerkhäusern lebten die Menschen am Ende des 19. Jahrhunderts
in beengten und katastrophalen sanitären Verhältnissen.
Der Verein gewann bald die sehr hohe Zahl von 2.300 Mitgliedern,
die sich wünschten, ein zwar einfaches, aber gesundes Leben
führen zu können.
1928 gelang es dem »Naturheilverein Kassel 1891 e.V.«
mit Billigung der damaligen Landesregierung und des Forstes, die
Hühnerbergwiese im Habichtswald zu pachten. Bürger
aus allen Kreisen der Bevölkerung, Henschelmitarbeiter, Geschäftsleute,
Polizisten, Lehrer und Professoren schufen hier gemeinsam dieses
Ensemble mit ehemals etwa 19 Hütten und einem Schwimmbassin
für Ganzkörperanwendungen nach den Vorstellungen der Naturheil-
und Reformbewegung.
Damit war man dem Ziel, ein einfaches und gesundes Leben
in und mit der Natur zu führen, endlich nahe gekommen. Auf
der Hühnerbergwiese sind seitdem die idealen Voraussetzungen
gegeben.
Von allen Anlagen des Naturheilvereins Kassel 1891 e.V. blieb durch
die Zerstörung Kassels 1943 nur das »Luftbad Waldwiese«
übrig.
Dieses Ensemble ist - nicht nur im Hinblick auf Kassel - eines
der seltenen noch authentischen und intakten baulichen Zeugnisse
der Naturheilbewegung in Deutschland. Eine vergleichbare Anlage
von dieser Qualität existiert im gesamten Bundesgebiet nicht
mehr. (Siehe die Stellungnahme der »Kulturinstitute der
Stadt Darmstadt«, die weiter unten zitiert wird).
Die artenreiche Wiese enthält - bedingt durch die über
70jährige unentgeltliche und sanfte Pflege durch den Verein
- seltene Pflanzen wie z.B. das gefleckte Knabenkraut und den Teufelsabbiß,
die nur unter bestimmten Bedingungen (Pflegemaßnahmen) wachsen
können (siehe die Beiträge weiter unten auf dieser Seite).
Umso wichtiger ist es jetzt, daß die schöne und vorbildlich
eingegrünte Anlage in ihrer Gesamtheit erhalten bleibt.
Nach dem vom Forst zuerst angedachten Komplettabriß und einem
späteren »Abrißkompromiß« von über
50% des einzigartigen Gesamtensembles (gefährdet waren die
oberen 8 Hütten und das Schwimmbassin), wird jetzt von großen
Teilen der Kasseler Bevölkerung, den politisch Verantwortlichen
und zahlreichen Fachleuten aus Universität und Gesellschaft
z.B. aus der regionalen Geschichtsforschung, der Denkmalpflege sowie
der Architektur / Landschaftsarchitektur der Gesamterhalt des
sozial- und kulturhistorisch wertvollen Luftbades unterstützt.
Laut Erklärung des Hessischen
Ministers für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz,
Wilhelm Dietzel, auf die diesbezügliche Anfrage der Abgeordneten
Barbara Stolterfoht wird der Abriß von Teilen der bedrohten
Anlage »nicht mehr weiterverfolgt« (Aussage von
Minister Dietzel am 27.08.2002 im Hessischen Landtag). Dennoch besteht weiterhin kein ausreichender Bestandsschutz für die Anlage; der Ausgang eines schwebenden Bebauungsplan-Verfahrens ist offen ...
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(Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
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Eine der authentischen Hütten aus der Gründerzeit des
Luftbades, deren Verbleib ohne die Absicherung durch einen Bebauungsplan
und die noch ausstehenden Verträge mit dem Forst noch immer ungesichert
ist.*2
Weitere Hütten.
Die Einfachheit, die Stimmung des improvisierten Glücks
jener Zeit ist noch wunderbar zu erspüren:

*2

*4 |
Der
Verein
Für die heutige Generation des Vereins »Luftbad Waldwiese
e.V.« haben die Ziele der Gründergeneration - z.B. das
Streben nach Gesundheit und dem einfachen Leben in und mit der Natur
- nach wie vor einen hohen Stellenwert. Der Verein bietet auch Veranstaltungen
zum Thema Gesundheit und Natur an, die in der Presse bekannt gegeben
werden.
Gäste sind willkommen.
Die Ziele Vereins »Luftbad Waldwiese e.V.«:
Naturnahes Leben praktizieren und weitergeben,
die großen Traditionen des Naturheilvereins Kassel 1891
e.V. fortführen und vermitteln,
die wertvolle, einzigartige Anlage der Waldwiese erhalten,
Kinder und Erwachsene an Natur und Gesundheit heranführen,
den Naturschutz, das Wandern und das Streben nach Gesundheit fördern und unterstützen.
Wer den Verein unterstützen möchte, diese wertvolle
und in Deutschland einzigartige Anlage für die heutige und nachfolgende
Generationen auf Dauer zu erhalten, wende sich an folgende Mitglieder:
1. Vorsitzender:
Frank Kersten
2. Vorsitzende
Eva Spohr
Dokumentation/Geschichtsforschung:
Ingmar Willkomm
Presse:
Wolfgang Wollek
Telefon 0561.8165777
E-Mail-Adresse des Vereins:
luftbadkassel@web.de |
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30.12. 2011, ab 14 Uhr
Hüttenzauber zwischen den Jahren
Grimm'sche Märchen und Kurzgeschichten
Lesung in den Hütten des Luftbades Waldwiese, Vereinsgelände
Hühnerbergwiesen
Teilnahme kostenlos
Das Gelände befindet sich oberhalb des Blauen Sees bzw. der Künstlernekropole, nur 5 Minuten Fußmarsch entfernt. Der nächste Parkplatz
heißt Bergfreiheit (an der Verlängerung der Ahnatalstraße oberhalb der
Rasenallee, Ortsteil Harleshausen).
* * *
Herbstwanderung zur Waldwiese
Die Führung wird die Biologin Susanne Rähse durchführen, der Vorsitzende Frank Kersten wird ihr assistieren.
Treffpunkt ist die Endhaltestelle der Linie 8 Hessenschanze.
Termin: Samstag der 15.10.2011, 13:00.
Liebe Waldwiesenfreunde,
am 20.08.2011 findet unsere jährliche Sternwanderung statt. Das Wetter
am Samstag wird etwas wolkig und 22° warm. Ideal für eine Wanderung.
Anschließend laden wir um 14Uhr alle Besucher auf unsere Waldwiese
ein. Zur Unterhaltung werden Gedichte von Kindern vorgetragen und
einge Harfenstücke von einer Harfenspielerin gespielt. Über einen
zahlreichen Besuch freuen wir uns.
* * *
Veranstaltungen der vergangenen Jahre (Auswahl)
* * *
2010
Sternwanderung zum Luftbad Waldwiese
- Führung über die Künstlernekropole
- Kräuterwanderung
* * *
2009
Sternwanderung zum Luftbad Waldwiese
- Führung über die Künstlernekropole
- Kräuterwanderung
- Wanderung vom chinesischen Dorf Mou-lang
* * *
2008
Müllsammelaktion
Sternwanderung zum Luftbad Waldwiese und Ausstellungseröffnung:
- Führung über die Künstlernekropole
- Kräuterwanderung
- Wanderung vom chinesischen Dorf Mou-lang
* * *
2007
5. Mai: Müll sammeln
7. Juli. bis 9. September: Ausstellung zur Geschichte des Luftbads Waldwiese und zur Lebensreformbewegung
7. Juli: Sternwanderung zum Luftbad Waldwiese und Ausstellungseröffnung:
- Führung über die Künstlernekropole
- Kräuterwanderung
- Wanderung vom chinesischen Dorf Mou-lang
22. Juli: »Die weder selig noch verdammt sein wollen, kommen auf Die Grüne Wiese ... -« Lesung von Friedrich Forssman und Bernd Rauschenbach aus Arno Schmidts »Abend mit Goldrand«. (Veranstaltung in Kooperation mit der CARICATURA)
11. August:
»Die Wiese aus kulturhistorischer Sicht - Landschaftsgeschichte und Naturschutz auf der Hühnerbergwiese«
Vortrag und Diskussion mit Günter Boller (Nabu) und Dr. Susanne Raehse
9. September: »Von der Frauenkommune zur Gymnastikschule für Mädchen: Die Schule Schwarzerden in der Rhön«
Vortrag und Gespräch mit Dr. Ortrud Wörner-Heil
* * *
2006
1. April - Müllsammeln und Beseitigen
20. Mai - Kindertag
1. Juli - Sternwanderung
- Führung über die Künstlernekropole
- Gruppe von der Hessenschanze
- Wanderung vom chinesischen Dorf Mou-lang
27. Mai -
Kräuterwanderung um den Blauen See
* * *
2005
13. Mai - Vogelwanderung
18. Juni - Kindernachmittag
16. Juli - Sternwanderung
– Kräuterwanderung
– Künstler-Nekropolen-Wanderung
– Mou-lang (Chinesisches Dorf)
* * *
2004
Waltraud Froese hat vom 15. bis zum 18.07.2004 zu einem Treffen
der Gründungsinitiative »KommFrei« auf die Waldwiese eingeladen.
Viele Hüttenbesitzer stellten mit Vergnügen ihre Hütten
für dieses Projekt alternativen Lebens zur Verfügung
ein schönes Beispiel für die Lebendigkeit des Gründungsgedankens
des »Luftbades Waldwiese«. Hier der Bericht einer Teilnehmerin:
KommFrei-Treffen auf der Waldwiese in Kassel
Der Name KommFrei steht ursprünglich für »Kommune
Freiburg«. Wir sind eine Gründungsinitiative für ein
gemeinschaftliches Wohn-, Arbeits- und Lebensprojekt. Mit Konsensprinzip,
gemeinsamer Ökonomie, einem ökologischen Lebensstil und
der Entwicklung eines achtsamen Umgangs miteinander suchen wir eine
Alternative zu unserer jetzigen Lebenssituation. Unsere Treffen finden
etwa monatlich statt. Längst sind wir bei der Suche
nach einem geeigneten Objekt nicht mehr auf den Freiburger Raum beschränkt;
so stehen wir z.Zt. in Verhandlungen mit den Besitzern einer ehemaligen
Kurklinik im Vogelsberg und könnten uns auch die Gegend um Kassel
als interessanten Standort vorstellen. An diesem Wochenende hat Wally
uns auf die Waldwiese eingeladen.
Netterweise wurden uns viele Hütten als Schlafgelegenheiten zur
Verfügung gestellt. Ein großes Dankeschön an dieser
Stelle noch mal allen HüttenbesitzerInnen!
Außer der Kerngruppe, die aus etwa 10 Menschen besteht, waren
auch einige neu interessierte Gäste bei uns. Wasser gab es reichlich
- sei es aus der Quelle, im Schwimmbecken oder in Form von Regen am
Samstag nachmittag. Wir haben uns miteinander und an diesem besonderen
Platz trotzdem sehr wohl gefühlt!
Wer uns näher kennen lernen möchte, kann unter www.kommfrei.de mehr Informationen bekommen bzw. Kontakt zu uns aufnehmen. Wir sind
auch dankbar für Hinweise auf größere Objekte in ruhiger
Lage oder Bauerwartungsland, das zum Verkauf steht.
* * *
Rückblick auf die Veranstaltungen des Jahres 2004 (Fotos: Wolfgang Wollek)
Zu Gast auf der Waldwiese waren die Naturfreunde Kassel bei der HNA-Sternwanderung zu den Elfbuchen, die etwa 50 Besucher wurden mit Kräuterbrot und Tee bewirtet.

Eine vogelkundliche Wanderung unter Leitung von Herrn Boller, Naturschutzbund Kassel, führte über die Dönche.
Eine vom Verein organisierte Sternwanderung führte über die Künstlernekropole bzw. das Chinesische Dorf Mou-lang und per Kräuterwanderung zur Waldwiese, wo Karl Heinz Will an der Harfe zu hören war und es naturnahe Leckereien gab.

Bertram Weißhaar war zu Gast auf der Waldwiese; es erschien ein Bericht in der HNA, es gab im Anschluß ein Interview auf hr4 mit Weißhaar und unserem 1. Vorsitzenden Sven König (siehe ganz unten auf dieser Seite unter »Links«).
Das KommFrei-Treffen fand im Sommer mit über 30 Leuten statt (siehe den ausführlichen Bericht oben).
Andrea Martha Becker hat inzwischen drei Nekropolenwanderungen durchgeführt und war anschließend mit den Besuchern auf der Waldwiese und zeigte die Anlage.
Es gab, wie jedes Jahr, eine sommerliche Wanderung mit der 4. Grundschulklasse der Eichwald-Schule, es wurde Natur gezeigt, viele Fragen der schüler beantwortet und das Ganzkörper-Anwendungsbecken ausgiebig seiner Bestimmung zugeführt.

Auch eine Kindergartenspielgruppe vom St.-Vincent-Kindergarten war auf der Wiese für einen Kindernachmittag zu Gast.
Das Kasseler (k)-Kulturmagazin berichtete auf einer Doppelseite über die Waldwiese. Ein Link zum PDF des Artikels finden Sie am Ende des nächsten, des Geschichts-Kapitels.
Schließlich gab es zwei äußerst erfolgreiche Müllsammelaktionen, es wurden ca. 4 Kubikmeter Müll auf Kosten des Vereins entsorgt. |
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(Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
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»Damen- Luftbad« und »Herren-Luftbad« im
Sanatorium von Dr. Goßmann, Kassel-Wilhelmshöhe. Aus
einem Prospekt von ca. 1925.*3
Der für die Wilhelmshöher Kurgeschichte, aber auch weit
darüber hinaus bedeutende »Gesundmacher« Heinrich
Goßmann war auch Gründungsmitglied des Luftbades Waldwiese.
- Das Goßmannsche Sanatorium wurde nach dem 2. Weltkrieg prächtig
wiederhergestellt, aber Anfang der 70er Jahre sang- und klanglos abgerissen.
Heute fehlt dem Kneipp-Heilbad Wilhelmshöhe ein solches Kurhaus
bitter. Siehe den ausführlichen Beitrag über Goßmanns
Sanatorium im Kapitel »Kurort Wilhelmshöhe«.

An der Waldwiese, 60er Jahre.*5

Eine der historischen Hütten.*4
Ein Juniabend an der Hütte (2004)*3


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Aus Geschichte und Gegenwart des Vereins
Auszüge aus den Jahresberichten.
Auswahl durch Ingmar Willkomm unter Verwendung von Auszügen
aus dem Privatarchiv Gucek.*7
1928
Nach langen Bemühungen ist
es dem Verein gelungen, im Habichtswald ein Hochwaldluftbad zu erpachten.
Dank für seine Arbeit hierfür gebührt dem Herrn Mittelschullehrer
Weber. Das Bad ist von der Endstation der Linie 4 [heute
Linie 8] Prinzenquelle in 30
Minuten bequem zu erreichen. Es ist an einem herrlichen Hang gelegen,
20.000 qm groß, von 3 Seiten vom Hochwald umgeben. Die vierte
Seite bietet herrliche Aussicht. Möge es allen Mitgliedern
zur Erholung gereichen.
Der Verein ist auch der in Kassel bestehenden Arbeitsgemeinschaft
der Lebensreform unter Leitung des Herrn Dr. Völler beigetreten.
Durch die Zusammenarbeit der Vereine soll die naturgemäße
Lebens- und Heilweise wieder mehr in den Vordergrund der Bewegung
treten und den an die Behörden zu stellenden
Anforderungen durch die größere Zahl der Mitglieder mehr
Nachdruck verliehen werden.
1929
Das [Weltwirtschaftskrisen-]Jahr
1929 hat nicht allein im Wirtschafts-, sondern auch im Vereinsleben
ungeheure Anforderungen gestellt. Eine Besserung der Verhältnisse
dürfte in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sein.
1930
Unser Hochwaldluftbad oberhalb der
Prinzenquelle bringen wir während der heißen Jahreszeit
in empfehlende Erinnerung.
1931
»Ein Weg aus der Not heraus«,
Vortrag am 17. März, 20.00 Uhr, Wolfsschlucht 23, von Herrn
Kleim. »Im Anschluß daran soll gezeigt werden, wie es
sich auch heute für den weniger Bemittelten ermöglichen
läßt, einige Wochen in der Stille des Waldes bei mäßigen
Ansprüchen Erholung zu finden.«
Wir bringen unsere Luftbäder zur Erholung und Nervenstärkung
in empfehlende Erinnerung:
1. Hochwald-Luftbad (über der Hessenschanze, Prinzenquelle)
2. Damen- und Herren-Luftbad Schrebergarten Süd (Frankfurter
Straße 120)
3. Damen- und Herren-Luftbad Schrebergarten Süd (gleich hinter
der Stadthalle)
4. Damen- und Herren-Luftbad Schrebergarten Ost (Schwanenwiese)
5. Damen- und Herren-Luftbad Schrebergarten Nord (Möncheberg)
In den weitaus meisten Garten-Anlagen der Naturheilvereine
sind zu einer Einheit zusammengeschlossen: Spielplätze, Luftbäder,
Vereinshäuser und die Familiengärten! Deshalb bilden diese
Anlagen Erholungs- und Heimstätten, in denen die Familien mit
ihren Kindern alle Faktoren des Freiluftlebens sowie die erzieherischen
Wirkungen des Gartens und Spielplatzes im Sinne Schrebers vereinigt
finden!
Ausflügler machen wir darauf aufmerksam, daß
der Elfbuchenwirt, Herr Fischer, ein langjähriges Mitglied
unseres Vereins ist. Beim Besuch weise man auf die Mitgliedschaft
des Vereins hin, da Herr Fischer unseren Mitgliedern in weitestgehender
Weise entgegenkommen wird.
1932
Was bietet der Naturheilverein Kassel
seinen Mitgliedern? Unentgeltliche Benutzung der Vereinsbücherei,
belehrende Vorträge, Unterrichtskurse, Benutzung der 2 Damen-
und Herrenbäder Tannenkuppe, Frankfurter Straße 120 sowie
des Luftwaldhochbades (Waldwiese im Habichtswald).
Das Hochwald-Luftbad im Habichtswald war recht gut besucht.
Eine große Anzahl Mitglieder war fast sonntäglich mit
ihrer Familie vertreten und fand nach der Woche getaner Arbeit Ruhe
und Erholung. Der langersehnte Brunnen ist im Hochsommer zur Vollendung
gekommen.
1933
Das vielbegehrte und vielgenannte Hochwaldluftbad im Habichtswald
ist die Stätte einer wahren Völkerwanderung geworden.
Mit Mann und Frau, mit Alt und Jung, mit Groß und Klein sieht
man, wie Wochentags und Sonntags unser Hochwaldluftbad das Ziel
einer Völkerwanderung geworden ist. Durch die Tatkraft und
die Selbsthilfe einer großen Anzahl Mitglieder ist im vorigen
Sommer daselbst ein großes Badebassin entstanden, und ist
so Gelegenheit geschaffen, den Luftbadlern gleichzeitig ein nasses
Bad zu verabfolgen.
* * *
Im Herbst 2004 hatten zwei Mitglieder unseres Vereins die Gelegenheit, mit Frau Rosa Haus, Jahrgang 1928, ein Interview zu führen. Frau Haus war und ist zeitlebens Mitglied des Naturheilvereins Kassel und verbrachte ihre Kindheits- und Jugendjahre auf der Waldwiese.
Frau Haus war als Holoritkartenlocherin (ein Vorläufer der modernen Datenverarbeitung) unter anderem bei den Junkerswerken in Kassel beschäftigt. Sie erlebte die Bombennächte in Kassel als junges Mädchen. Die Familie Haus wohnte in der Altstadt Kassels, in der Marktgasse, und Ihre Eltern hatten das Glück, vom Naturheilverein Kassel eine kleine Parzelle hoch oben im Habichtswald pachten zu können. Sie gehörten somit zur Gründer-Generation unserer kleinen Waldhüttensiedlung auf den Hühnerbergwiesen.
Frau Haus, wie muß man sich das Leben auf der Hühnerbergwiese in den 40er und 50er Jahren vorstellen?
Es war ein sehr einfaches und bescheidenes Leben, wir hatten ja so gut wie kein Geld. Wir waren ja auch alle irgendwie Naturanhänger und wollten uns von der Stadt erholen. Es war sicher mit die schönste und glücklichste Zeit meines Lebens. In den Urlaub fahren, wie heute üblich, konnten wir ja nicht, meine Eltern hatten weder ein Auto noch Geld dafür. Aber wir hatten ja die kleine Hütte im Habichtswald. Wir verbrachten stets unsere gesamten Sommerferien dort oben und überhaupt jede freie Zeit die sich bot. Viele Vereinsmitglieder waren zwei oder drei Monate am Stück dort im Wald. Auch bei uns war es so, daß, wenn der Urlaub meines Vaters zu Ende war, meine Geschwister, ich und meine Mutter weiter dort blieben, Vater mit dem Fahrrad in die Stadt zur Arbeit fuhr und abends wieder zu uns hoch kam. Ach, es war eine schöne Zeit.
Wie verpflegte man sich denn über einen solch langen Zeitraum im Wald?
Das war gar kein Problem. Einen sehr großen Teil deckte ja schon der Wald und die Wiese. Damals gab es noch überall Heidelbeeren im Wald, die sind inzwischen, glaub ich, fast völlig verschwunden; im Herbst all die Pilze, und auf der Wiese wuchs unser Salat: Es gab Brennesselgemüse, Sauerampfer und Löwenzahn und Salat aus Giersch. Außerdem gab es in der Eschebergstraße einen kleinen Lebensmittel-Laden. Der Besitzer kam zwei- bis dreimal die Woche mit seinem Fahrrad mit Anhänger zu uns und versorgte uns auf Bestellung mit dem Nötigen. Auch hatten wir ja die Kühe von dem Bauern aus Harleshausen auf der Wiese, es gab also auch Milch und der Bauer brachte uns immer Eier mit. Somit waren wir eigentlich immer rundum bestens versorgt.
Was machte man denn so den ganzen Tag auf der Waldwiese, wurde das nicht langweilig?
Wo denken Sie hin? Es gab immer was zu tun, und es war eine große Gemeinschaft unter den Mitgliedern da. Man lud sich oft gegenseitig ein, Montags war Waschtag, die Wiese war dann eine große Bleiche, die Männer hatten immer an den Hütten oder am Becken zu tun, man machte weite Wanderungen oder einen kurzen Abstecher zu den Elfbuchen; der Wirt Conrad Fischer war auch Mitglied im Naturheilverein, und es gab Vergünstigungen bei ihm. Oder man ging runter zum Blauen See, Angeln oder Schwimmen. Der Blaue See war ja damals eine öffentliche Badeanstalt und kostete Eintritt. Frühmorgens wurde immer Tau getreten auf der Wiese, das war erfrischend! Auch gab es auf unserer unteren Wiese, unterhalb der Stelle, wo jetzt die Kneipp-Tretanlage steht, einen richtigen kleinen Sportplatz, wo die Kinder und Männer Handball oder Völkerball spielten.
Sie erwähnten gerade auch das Schwimmbassin. Wann wurde dies eigentlich gebaut?
Das kann ich nicht mehr genau sagen, aber es war ganz sicher schon vor dem Krieg da.
Gab es denn da nie Probleme mit dem Forst oder anderen Behörden?
Davon weiß ich nichts. Zu den Förstern hatten wir immer besten Kontakt, wir zahlten unsere Pacht und hatten somit keine Probleme. Zumindest nicht solche, wie Sie sie jetzt haben. Es gab sogar in den 50er Jahren eine große Hütte auf der oberen Waldwiese, hinter der alten Hütte Ludolph noch, Herr Musch hatte sie gebaut. Muschs waren im Krieg ausgebombt und hatten wohl eine Sondergenehmigung, bis sie wieder in der Stadt einen Wohnraum hatten. Diese Hütte hatte drei Zimmer, und es wurde eine Stromleitung vom Blauen See hochgelegt. Als die Hütte Ende der 50er wieder abgerissen werden mußte, kam das Angebot von der Stadt, ob wir denn den Strom nicht behalten wollten, wo er doch schon mal dort läge. Wir aber wollten keinen Strom, wir wollten unsere schönen Petroleumlampen behalten, das war doch viel gemütlicher. Ach, übrigens, wir bekamen sogar in der Urlaubszeit die Post regelmäßig dort hoch, man konnte die Post zu seinem Urlaubsort umbestellen, und der war ja nun mal die Hühnerbergwiese.
Hatten Sie denn nie Angst als Kind dort im Wald, gab es nicht auch Einbrüche oder ähnliches?
Nein - niemals. Wir sind ja quasi dort großgeworden, es war ganz natürlich, mit dem Tagesrhythmus zu leben. Geschlafen haben übrigens wir vier Kinder auf dem kleinen Spitzboden der Hütte, unten schliefen die Eltern. Richtig eingebrochen wurde, glaub ich, nur einmal, es nistete sich einmal in einer Hütte ein Obdachloser für ein paar Tage ein. Es gab immer viele Spielkameraden auf der Waldwiese, ach es war eine herrliche Zeit.
Frau Haus ist offenbar eine der drei letzten Zeitzeuginnen aus der Gründergeneration der Waldwiese; wir versprechen ihr, sie im Sommer einmal auf die Waldwiese zu bringen.
* * *
2002 [Text von Ingmar Willkomm]
Neues vom Verein »Luftbad Waldwiese
e.V.«/ Naturheilverein Kassel 1891 e.V.
Wieder steht die dem Luftbad zugehörige Wiese in
voller Blüte. Die Bäume haben ihr Laub entfaltet, die
Vögel singen, daß es eine wahre Pracht ist. Wanderer kehren
ein bei Mutter Natur, Kinder und Eltern erfreuen sich gleichermaßen
an der Wassertretstelle und dem kleinen Schwimmbassin. Mancher hat
schon darin schwimmen gelernt, andere haben den Jungborn immer schon
als einen Quell der Gesundheit auserkoren.
Das Luftbad in seiner verwunschenen, stillen Umgebung
läßt Assoziationen an die Märchen der Brüder Grimm
wach werden. Es beflügelt die Phantasie, den Geist, die Seele.
Wer wollte hier nicht zeichnen, malen, der Musik des
Windes und des Waldes lauschen, seinen Gedanken freien Lauf lassen.
Mancher fangt an zu singen, und dieser Gesang setzt sich fort im
Echo des Waldes und im Gemurmel des nahen Baches ...
Das Luftbad erfreut sich auch dieses Jahr des Wohlwollens
vieler Gäste. Keiner, dem die Natur und die freundliche Anlage
nicht gut tut, dem es dort nicht gefiele.
Inzwischen ist der Handlauf zwischen der oberen und
unteren Waldwiese erneuert, sodaß auch ältere Gäste
ohne Probleme den »Märchenpfad« zwischen der »unteren«
und »oberen Waldwiese« nutzen können.
Alle Schuppen sind repariert. Das Schwimmbassin bekommt
eine neue Umrandung.
Jetzt fehlt noch ein Hinweis auf die Heimat der sozial-
und kulturhistorisch bedeutsamen und in der gesamten Bundesrepublik
einzigartigen und wertvollen Anlage.
Anlagen der Naturheilbewegung gab es bis weit in die
Weimarer Republik in allen Landesteilen.
Ursprünglich entstand die Bewegung schon ca. 1830 in Sachsen
und fand bald Ableger auch in Berlin, im heutigen Landesgebiet von
Thüringen, Niedersachsen, Hessen und vielen anderen Landeseinheiten
- bis ins europäische Ausland und in Übersee.
So auch 1891 in Kassel, wo vor allem der Kasseler Naturheilarzt
Heinrich Goßmann den Naturheilverein Kassel 1891 e.V. gründete.
Dies kam vor allem den Arbeitern und ihren Kindern in der Kasseler
Altstadt zugute, die damals in kleinen, feuchten Wohnungen ohne
Licht und Bad leben mußten. »Aus grauer Städte Mauern
ziehn wir in Wald und Feld ...« - dieses Ziel, diese
Sehnsucht nach einem Leben in und mit der Natur des Wandervogels,
der Naturheilbewegung, der Reformbewegung wurde schließlich
in Kassel 1928 mit Hilfe der damaligen Landesregierung und des Forstes
umgesetzt.
Henschel-Arbeiter, aber auch libertäre bürgerliche
Freigeister bis hin zur Professorenschaft gehörten zu den Gründern
des Luftbades Waldwiese. Seitdem erfreuen sich Alt und Jung auf
der Waldwiese an den Segnungen der Natur.
Auch die Pflanzenwelt profitiert von dieser Symbiose.
Dank der sanften und unentgeltlichen 70-jährigen Pflege durch
den Naturheilverein und in dessen Nachfolge des »Luftbad Waldwiese
e.V.« wachsen dort heute seltene Pflanzenarten wie der Teufelsabbiß
und das gefleckte Knabenkraut, eine Orchideenart.
Viele Bürger sind indes immer noch besorgt um den
Bestand der wertvollen Anlage, denn ein Vertrag mit der jetzigen
Forstverwaltung steht noch aus. Die vielen Nutzer und Befürworter
der schönen Anlage erwarten einen positiven und kreativen Umgang
der noch mit der endgültigen Legalisierung befaßten Behörden.
Denn: Minister Dietzel hat bereits entschieden. Die politische Entscheidung
für den Gesamterhalt des wertvollen Ensembles ist schon im
August 2002 gefallen.
Damit die einzigartige Anlage als Gesamtensemble der
heutigen Öffentlichkeit und der Nachfolgegeneration dauerhaft
erhalten bleiben kann.
Denn: die Anlage schadet keinem und nutzt allen.
* * *
(Aus dem Beitrag im (k)-Magazin. Foto: Friedrich Forssman)
2004: In der September-Ausgabe des Kasseler Kulturmagazins (k) erscheint ein langer Beitrag von Sascha Winter, in dem er die Geschichte und Bedeutung des Luftbades umreißt wird und für den Gesamterhalt plädiert. Hier klicken, damit sich das PDF in einem neuen Fenster öffnet.
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(Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
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Inhalt der Erhaltungs- und Gestaltungssatzung:
Zur Gesamtanlage
1. Bäume
2. Hecken
3. Wiese und Rasen
4. Bachläufe
5. Quellrohre
6. Kneipp-Becken
7. Betonflächen, Neubauten
8. Farben
9. Dachneigung
10. Verschalung
11. Anbauten
12. Fenster und Türen
13. Brandstätten
14. Dachrinnen
15. Pflanzen, Dekorationen
16. Außenmöblierung
17. Innengestaltung
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Erhaltungs- und Gestaltungssatzung des Vereins Luftbad Waldwiese e. V. sowie
Regeln für die Hüttenbesitzer und -nutzer
(Entwurf, Stand 12/2004; Hinweise zur Verbesserung und Ergänzung werden stets gerne entgegengenommen)
Zur Gesamtanlage
Grundsätzlich ist mit der Gesamtanlage und ihrem überkommenen Gesamteindruck behutsam umzugehen. Der Verein und seine Mitglieder sind sich der historischen Bedeutung dieses Kulturdenkmals bewußt.
1. Bäume
Das Entfernen von Bäumen, Büschen und anderen Pflanzen ist in jedem Fall zuvor mit dem Vorstand abzustimmen. Bäume und Hecken (Büsche) dienen dem Sichtschutz für die vorbildliche Eingrünung der Bauwerke (Hütten mit Schuppen) und vermitteln gegenüber dem öffentlichen Raum (untere und obere Waldwiese) eine gewisse Privatheit. Sie dürfen somit über einen normalen Rückschnitt zur Pflege hinaus nicht beschädigt werden. Falls eine zu starke Beschattung einer Parzelle eintritt, wird dies im Einzelfall geprüft und der entsprechende Rückschnitt behutsam und sorgfältig geplant durchgeführt.
2. Hecken
Hecken sind auf einer Höhe zwischen 1,50 und 2,50 Metern zu halten. Diese Höhe ist ausreichend als Blende und ist praktikabel bei der Pflege. Alle Hecken müssen vom Boden bis zur Spitze geschnitten sein, damit sie dicht wachsen können. Schnittzeit zur Hainbuchenheckenpflege ist jederzeit, außer, wegen der Brut- und Setzzeit, vom 15. März bis Ende August. Das Einschneiden von Sichtfenstern, neuen Eingängen in die Hecken etc. (s. Abs. 1) bedarf in jedem Fall der Zustimmung des Vorstandes. Geplante Änderungen müssen mit dem Gesamtbild der Anlage korrespondieren.
3. Wiese und Rasen
Beide Wiesen mit ihren seltenen Kräutern und Wildpflanzen sind pfleglich zu behandeln. Mit dem Rasenmäher sollte lediglich ein Durchgang geschaffen werden. Der Rest der Wiese (auf der unteren Waldwiese bis zum Bachlauf) ist mit der Sense zu mähen.
4. Bachläufe
Die Bachläufe sind so zu halten, daß das Wasser zügig durchfließen kann. Dies bedeutet, dass der Bachlauf mehrmals im Jahr, besonders jedoch im Frühjahr, gereinigt werden muss.
5. Quellrohre
Quellrohre müssen unterirdisch verlegt und zur Wassernutzung ständig gereinigt sein. Der Filter zum Becken für Ganzkörperanwendungen ist einmal im Monat zu reinigen.
6. Becken für Ganzkörperanwendungen
Das Becken ist in einem sauberen und gebrauchsfähigen Zustand zu halten. Die Beckenfarbe soll der natürlichen Umgebung optisch angepasst sein, z. B. grün, grau oder auch blau.
7. Betonflächen und Neubauten
Neu angelegte Betonflächen und Neubauten sind von der Forstverwaltung, der Stadt Kassel und dem Verein nicht erwünscht und somit unzulässig.
8. Farben
Auf dem Luftbad (Hütten und Schuppen) sollten nur naturnahe Farben verwendet werden wie z. B. moosgrün, dunkelgrün, dunkelbraun usw. Auch in der Vergangenheit andersfarbig gestrichene Hüttenteile sind - nach Aufforderung des Vorstandes - binnen sechs Monaten in o. g. Farbtöne umzustreichen.
9. Dachneigung
Die ursprüngliche Dachneigung ist beizubehalten. Dächer sind wie in der Entstehungszeit der Anlage mit Dachpappe zu decken und abzudichten. Evtl. vorhandene Kunststoff-, Folien- oder Eternitabdeckungen sollen binnen zwei Jahren durch Holzeindeckung mit Dachpappe ersetzt werden.
10. Verschalungen
Die ursprünglichen Verschalungsarten der Hütten ist beizubehalten.
11. Anbauten
Anbauten sind auch bei Reparaturen möglichst originalgetreu weiterzuführen. Wesentliche Veränderungen sind zu vermeiden. Großflächige Reparaturen und Umbauten erfordern die Zustimmung des Vorstandes. Bei großflächiger Reparatur sind die noch brauchbaren Teile des Gebäudes bzw. noch intakte alte Materialien wieder zu verwenden.
12. Fenster und Türen
Lage und Größe von Fenstern und Türen sind beizubehalten. Neue Fenster o. ä. bedürfen der Absprache und Genehmigung durch den Vorstand.
13. Brandstätten
Ofenrohre und -hütchen (Funkenfänger) sind in einem guten Zustand zu halten.
14. Dachrinnen
Dachrinnen sind in Zukunft in Metallausführung zu halten oder aus Holz zu fertigen (z. B. zu einer Rinne genagelte Bretter mit evtl. Dachpappeneinlage). Kunststoffdachrinnen sollen binnen zwei Jahren durch diese Materialien ersetzt werden.
15. Pflanzen und Dekorationen
Neuanpflanzungen sind, wenn überhaupt, nur in geringer Zahl zu dulden. Es sind nur waldnahe Pflanzen gestattet, d.h. Pflanzen, die im heimischen Wald auch vorkommen. Ferner ist jegliche Art von Dekoration zu vermeiden. Auch hier ist der Vorstand Ansprechpartner.
16. Gegenstände auf den Parzellen
Außerhalb der jeweiligen Hütte sind eine Sitzbank oder Gartenstühle erlaubt, keinesfalls modern oder aus Kunststoff, sondern aus Holz und Metall, in möglichst schlichter Ausführung. Auch ein Hauklotz oder Sägebock ist gestattet.
17. Innengestaltung
Es ist jedem Mitglied selbst überlassen, wie es seine Hütte einrichtet, jedoch sollte auch innerhalb der Hütte auf Materialien verzichtet werden, die es Ende der 20er Jahre noch nicht gab (z. B. Deckenverkleidungen aus Styroporplatten, Mineralwollmatten, Rigipsplatten usw.)
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Anmerkung
zu Zeile 2:
Prof. Ehringhaus: Mitbegründer des Luftbades, liebenswürdiges
Original und Naturfreund.
Bilder aus dem Habichtswald:

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Die Waldwiese
Ach - wie war es früher schön,
als noch Ehringhaus zu sehn.
Gleich dem Gandhi - knochig, alt,
der Professor aß im Wald.
Pellkartoffeln warn die Speise -
lebte dort auf seine Weise.
Krautersäckchen, weiches Moos,
legt er gern auf seinen Schoß.
An den Rippen und beim Schälen
lernten Kinder früh das Zählen.
Eine Quelle, eine gute,
sucht ein Mann mit Wünschelrute.
Kinder habens gleich erspäht -
schauen, wie ers machen tät.
Und das Wünscheln - mit Pläsir -
ward zum Lebenselixier.
Feuerrot war auch ein Herr -
liebt die kleinen Tierlein sehr.
Wo die fleißigen Insekten laufen,
setzt er sich in ihre Haufen.
Zwickts und zwackts ihn grad vorher
plagt ihn dann kein Rheuma mehr.
Einen 80jährgen Mann
tats gelüsten dann und wann -
Stieg er in die Regentonne -
Oh Du Wasser - welche Wonne!
All die Kinder und die Alten
taten hier zusammenhalten:
Licht, Luft und Sonne war das Band
wo jeder seine Freude fand.
Ja - vergangen sind die Zeiten
wir an den Alten uns erfreuten.
Bang schreit der Kauz durchs Waldrevier
und selten ist der Waschbär hier.
Die Wiese mäht kein Sensenmann -
Motorlärm brummt dann und wann.
Es fahren Autos dort am Weg
mit Sonderrecht und Privileg.
Und dennoch schön stehn Birk und Eichen -
sie werden hier nicht weichen.
O Mensch - besinne Dich beizeiten -
daß Dich Natur tät wieder leiten.
Ingmar Willkomm.*1
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(Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
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Der nebenstehende
Brief ist Bestandteil der Vereins-Dokumentation.*1
Hervorhebungen vom Autor der Website.
Zu Heinrich Goßmann und dem Luftbad gibt es einen Beitrag
von Wolfgang Hermsdorff, den HNA-»Blick zurück« Nr.
695.
Hier klicken für ein großes Bild mit dem ganzen
Text »Leben und Heilen auf natürliche
Weise Naturheilverein Kassel 85 Jahre alte Initiatior
Goßmann heute noch Vorbild Schrebergärten mit Luftbad«
vom 21.08.1976. |
Das Kulturinstituts Mathildenhöhe in Darmstadt
setzt sich gegenüber dem Hessischen Landtag für das Luftbad
Waldwiese ein:
Kulturinstitute der Stadt Darmstadt
Städtische Kunstsammlungen
Städtische Museen
Ausstellungen
Olbrichweg 13
D-64287 Darmstadt
Petition Nr.05048/15 - I 4.2 -
Darmstadt, den 14. Juni 2002
Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,
zu der obengenannten Petition möchten wir folgende Stellungnahme
abgeben: Unseres Erachtens ist das »Luftbad Waldwiese«
im gesamten Umfang unbedingt erhaltungswürdig. Die Anlage
steht in der direkten Tradition Heinrich Goßmanns, eines bedeutenden
Vertreters der Naturheilkunde in Deutschland, und ist von hohem
kulturhistorischen Wert.
Diese Bedeutung wird durch die große Ausstellung
»die Lebensreform« unterstrichen, die vor kurzem in
unserem Haus stattfand. Zur Ausstellung ist ein Katalog mit zahlreichen
Fachbeiträgen erschienen, der den Stellenwert der Lebensreformbewegung
und damit auch der Naturheilvereine sehr deutlich vor Augen führt.
[...]
Mit freundlichen Grüßen
Dr Renate Ulmer Dr. Kai Buchholz
Oberkustodin Wissenschaftlicher
Mitarbeiter
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(Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
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Der nebenstehende
Brief ist Bestandteil der Vereins-Dokumentation.*1
Hervorhebungen vom Autor der Website.
Zu den Autoren des Briefes:
Hildegard Sahler ist mit der Landesdenkmalpflege beim Landesdenkmalamt
in Bayern betraut.
Ulrich Kleine-Hering tritt für die Denkmalpflege des Kreises
Alzey ein.

Das im Text erwähnte kleine Becken für Ganzkörper-Anwendungen.
Es stammt aus den 30er Jahren.*2
Bilder aus dem Habichtswald:

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Ein Aufruf aus München an die Stadtverordnetenversammlung
der Stadt Kassel:
Dr. Hildegard Sahler
München
an die HNA, Kassel
München und Wonsheim, 30.03.2002
Appell an die Stadt Kassel
zur Erhaltung des Ensembles »Luftbad Waldwiese«
Bei einer Auftaktveranstaltung zur Konzeption einer »Route
der Industriekultur Rhein-Main« im Landesamt für Denkmalpflege
Rheinland-Pfalz in Mainz vor wenigen Wochen bedauerte Dr. Peter
Schirmbeck (Leiter des Museums der Stadt Rüsselsheim) bei seinem
Hauptvortrag unter anderem die Verluste bedeutender Industrie-Anlagen
wie z.B. das ehemalige Henschelwerk in Kassel. Ist dieses auch verloren,
so findet sich im Stadtgebiet noch eine kleine, aber erstaunliche
»Naturheilanlage« - eine Idee, die quasi aus dem
»Dunstkreis« der damaligen Großindustrie erwuchs.
Sie wurde 1929 von einem tatkräftigen Verein, dem »Naturheilverein
1891 e.V.«, darunter Arbeiter der Firma Henschel, im Habichtswald
»Auf den Hühnerwiesen« erstellt.
Sie umfaßt heute noch 16 Hütten, die sich im wesentlichen
am Nordrand zweier Waldwiesen, z.T. im Waldstreifen zwischen diesen,
äußerst unauffällig, mal trauf- mal giebelständig
locker versetzt aneinanderreihen. Jede ist für sich mit einem
Vorhof zur Wiese hin malerisch in abgestufter Folge von einer
traufhohen Hainbuchenhecke abgegrenzt und umhegt als ein sanfter
Übergang zu den Waldwiesen.
Die eingeschossigen Hütten mit stumpf-winkliger
Dachneigung sind in Holzkonstruktion errichtet und außen ebenfalls
in Holz in senkrechter Stulpschalung bzw. lamellenartiger Querverbretterung
oder auch mit verlatteter Dachpappe - einem damals schon gängigen
Industrieprodukt - verkleidet. Unscheinbar sind auf der unteren
Wiese im Boden ein kleines Schwimmbecken - 1932 natürlich schon
in Beton - und weiter unten am Bach eine Kneippanlage aus Holz für
Fuß- und Armbäder angelegt - damals die Kernstücke
einer Naturheilanlage. Naturnäher geht es kaum!
Niemandem Unvoreingenommenem wird dieses Ensemble als Störung
der Natur erscheinen; es ist auch fast nur von Eingeweihten
zu entdecken. Für einen Auswärtigen handelt es sich hier
außerdem eher um ein »Waldgebiet für städtische
Naherholung« denn um ein reines Naturschutzgebiet (siehe die
unterhalb gelegenen Grabmalprojekte von Künstlern, Wanderparkplätze
etc.).
Denkmalpflegerisch betrachtet ist von der Anlage im wesentlichen
doch nur eine Hütte äußerlich durch eine klinkerartige
Bitumenverkleidung und einen innerhalb ihrer Heckeneinfriedung eher
städtischen Gartencharakter verändert. Im Inneren ist
trotz mancher Veränderungen die ehemalige
Raumkonzeplion vielfach noch hinreichend nachvollziehbar. Eine
genauere Erforschung wäre erst noch zu leisten.
Die Kasseler »Naturheilanlage« von 1929 erscheint
bisher einzigartig - in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz
und Bayern sind solche Anlagen bisher nicht bekannt Um so unverständlicher
erscheint nach den 90- und 100-Jahr-Feiern der plötzlich drohende
Abbruch eines solchen kultur- und sozialhistorisch wertvollen Ensembles,
das mehr die Ziele jener »Lebensreform um 1900« verkörpert,
als viele Beispiele der jüngst auf der Darmstädter Mathildenhöhe
gezeigten Ausstellung. Die Anlage wurde nur nicht in die Ausstellung
aufgenommen, weil diese einen früheren Zeitraum umfaßte und
die Kasseler Anlage außerdem bisher fast unbekannt war.
Als die Unterzeichnenden, Frau Dr. Sahler von der Bayerischen Denkmalpflege
und Herr Kleine-Hering von der Unteren Denkmalschutzbehörde
Alzey-Worms in Rheinhessen, von dem drohenden Abbruch der Hütten
erfuhren, haben wir Pfingsten 2001 den vor Ort anwesenden Vereinsmitgliedern
dringend geraten, nochmals einen Antrag auf Unterschutzstellung
als Kulturdenkmal zu beantragen und damals auch die Fotodokumentation
angefertigt. Des weiteren haben wir zwischenzeitlich auch Kontakt
sowohl mit dem Hessischen Landesamt für Denkmalpflege als auch
mit dem Dezernat Verkehr, Umwelt, Stadtentwicklung und Bauen / Untere
Denkmalschutzbehörde aufgenommen. Herr Willkomm aus Kassel
erstellte die eindrucksvolle Geschichtsdokumentation. Beides
liegt der Stadt Kassel und dem Hessischen Landesamt für Denkmalpflege
in Wiesbaden vor. Frau Warlich-Schenk von der Unteren Denkmalschutzbehörde
Kassel stellte bereits am 15. Juni 2001 einen Antrag auf Unterschutzstellung
des Ensembles als Kulturdenkmal beim Hessischen Landesamt für
Denkmalpflege. Leider haben wir von dessen vorläufiger negativer
Bewertung erst aus der Presse diesen Monats erfahren, nachdem wichtige
Gespräche mit dem Forst schon zuvor stattfanden und wesentliche
Entscheidungen möglicherweise schon in Kürze gefällt
werden. Bei der Stadtverordnetenversammlung am 25. Februar 2002
wurde dieser Punkt leider nicht verhandelt und es scheint fraglich,
ob es in diesem Gremium überhaupt noch dazu kommt. Äußerungen
seitens der Stadt Kassel in ihrem Schreiben vom 20.03.2002,
man sei »mit dem (Ergebnis der Verhandlungen zwischen dem
Naturheilverein und dem Forstamt Kassel - unter der Moderierung
des Stadt- und Kreisverbandes der Kleingärtner) sehr einverstanden,
da so ein repräsentativer Teil der Anlagen auf Dauer erhalten
werden kann«, sind völlig unverständlich.
Weder bleiben die Kernstücke dieser »Naturheil-Anlage«,
Kneippanlage und das kleine Schwimmbecken, noch der Charakter der
unteren Anlage erhalten, da hier auch die Hütten am oberen
Rande entfallen. Die insgesamt ja nur sehr kleine Anlage wird nicht
nur um mehr als die Hälfte ihres Wertes gemindert! Dem Vernehmen
nach sollen auch die unteren Hütten dazu noch je um einen Teil
reduziert werden. Es bleibt zudem fraglich, ob eine verminderte
Zahl an Hüttennutzern überhaupt noch eine solche Anlage
weiter erhalten und pflegen könnte. Ein Kleingärtnerverein
und das Forstamt sind wohl auch nicht kompetent zur Beurteilung
der Bedeutung einer so seltenen Anlage. Die Denkmalpflege wäre
am ehesten in der Lage, ein rechtliches Instrumentarium und eine
fachkompetente Beratung zur Erhaltung einer solchen Anlage auf Dauer
zu gewährleisten.
Wir möchten daher auf diesem Wege nochmals entschieden für
den vollständigen Erhalt der Hüttenanlage und letztendlich
auch für ihre Unterschutzstellung als Ensemble (»Gesamtanlage«)
plädieren und eine unabhängige Begutachtung des Luftbades
Waldwiese vorschlagen, bevor hier voreilig falsche Weichenstellungen
vorgenommen werden.
Eine Erhaltung der Gesamtanlage halten wir im Interesse der Öffentlichkeit
in jedem Fall für geboten. Wir appellieren an die Stadt
Kassel, Verantwortung zum Schutz ihrer Kulturgüter zu übernehmen.
Dr. Hildegard Sahler, München
Ulrich Kleine-Hering, Wonsheim/Rheinhessen
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(Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
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Der nebenstehende
Brief ist Bestandteil der Vereins-Dokumentation.*1
Hervorhebungen vom Autor der Website. |
Ein Gutachten zum Luftbad Waldwiese von der Universität
Kaiserslautern:
Universität Kaiserslautern
Fachbereich Architektur, Raum- und Umweltplanung, Bauingenieurwesen
Prof. Dr.-Ing. habil. Hartmut Hofrichter
Lehr- und Forschungsgebiet:
Baugeschichte / Geschichte des Städtebaues / Denkmalpflege
Herrn Völler (SPD-Fraktion)
Fachsprecher Umwelt
Kassel
10.05.2002
Sehr geehrter Herr Völler,
nachdem der Unterzeichner bisher lediglich über Zeitungsartikel
und Kopien von Schreiben der Erhaltungsbefürworter und -gegner
des Luftbades Waldwiese über dieses informiert war, hat er,
um sich ein konkreteres Bild der Situation machen zu können,
eine Ortsbegehung durchgeführt, die folgende, für
Ihre Sachentscheidung möglicherweise wichtige Feststellungen
ergab:
1. Es handelt sich bei der Gesamtanlage um eine gezielt in die
Natur eingebundene Gruppierung von Hütten, deren Wirkung
eine räumliche und auf zwei bzw. drei Lichtungen bezogene von
im Lageplan etwa T-förmiger Anordnung ist. Das ehemalige Gemeinschaftshaus
lag im Gelenk dieser Gruppierung.
Die Beseitigung der oberen sowie der im Querriegel angeordneten
Hütten würde nicht nur die Größe der Gesamtanlage
erheblich reduzieren, sondern auch die bei der ursprünglichen
Konzeption durch die naturräumliche Einbindung beabsichtigte
Raumwirkung zugunsten einer dann nur noch linearen Anordnung
abwerten.
2. Es wurde behauptet, daß die oberen Hütten zeitlich deutlich
später als die unteren entstanden seien und einen anderen baulichen
Charakter aufwiesen. Diese Behauptung entspricht nicht den Tatsachen,
sondern erklärt sich durch offensichtlich nachträgliche
Veränderungen an den dortigen Hütten, insbesondere ihrer
teilweisen Neuverkleidung mit Dachpappe (der alte Konstruktionskern
und -aufbau ist i.d.R. noch vorhanden).
Da bei den oberen Hütten der Bachlauf in den zugehörigen
Grundstücksbereich überwiegend direkt einbezogen wurde,
erhält dieser Teil der Anlage einen anderen Charakter als der
untere, was wiederum als ein Argument für den Erhalt des
Ganzen und der Vielgestaltigkeit im Ganzen anzuführen ist.
3. Mehrere im Bereich der oberen Hütten konstruktiv gefährdete
separate Holzschuppen, an deren Erscheinungsbild Kritik geübt
wurde, lassen sich mühelos wiederherstellen (was sicher
leichter fällt, wenn langfristigere Erhaltungsperspektiven
für die Haupthütten dieses Bereichs bestehen würden).
4. Nachträgliche bauliche Veränderungen und Zubauten,
die das Erscheinungsbild der Anlage beeinträchtigen, sind reversibel.
Ein Gespräch der Forstverwaltung und der Denkmalpflege mit
den Pächtern bzw. deren Sprechern, dem eine wenigstens skizzenhafte
Bestandsaufnahme zugrunde liegen sollte, könnte hier zu einer
Abklärung von Maßnahmen im Sinne eines allseitigen Interesses
und der noch deutlicheren Herausarbeitung der ursprünglichen
Ziele des Luftbades führen. Diese Vereinbarung könnte
in eine Gestaltungssatzung münden, die allerdings kein
standardisiertes Regelwerk darstellen dürfte, sondern zu berücksichtigen
hätte, daß der vormalige Individualcharakter natürlicher
und z.T. recycelter Baustoffe einschließlich der für
die Entstehungsgeschichte wichtigen sozialen Komponente erkennbar
bleibt.
5. Bei der angeblichen Abwasserleitung, die lt. HNA, SonntagsZeit
Nr. l vom 28 April d.J. von einem Klohäuschen im Bach endet,
handelt es sich um eine unter einer Hütte für die benachbarte
hindurchgeführte Brauchwasserleitung.
6. Das auf Veranlassung der Forstverwaltung z.T. erfolgte Herunterschneiden
der Buchen-hecken auf eine Höhe von 1,50 m widerspricht
den Prinzipien des Luftbades von einst
und läßt die Hütten statt der undulierten Hecken am Waldesrand
bzw. vor den Baumreihen allzu sehr in den Vordergrund des Lichtungssaumes
treten.
7. Es handelt sich bei dem Luftbad Waldwiese, das ab 1929 entstanden
ist, um ein in seiner Gesamtanlage wie in seiner originalen Bausubstanz
weitgehend authentisches
Zeugnis der Naturheilkundebewegung und vielleicht das letzte und
größte dieser Art auf dem Boden der BRD. Die Tatsache,
daß über vergleichbare Anlagen (bisher) keine oder fast keine
Kenntnis besteht, zumal auf diesem Gebiet erst seit kürzerer
Zeit geforscht wird (vgl. die hessische Landesausstellung zum Thema
»Lebensreform« in Darmstadt) müßte Anlaß zu
besonderer Behutsamkeit im Umgang mit ihr sein, primär
aber zu einer ausführlichen Baudokumentation und zum Zurückstellen
vorhandener Abbruchpläne.
Der Unterzeichner ist der Auffassung, daß es sich bei dem »Luftbad
Hühnerbergwiese« um eine denkmalwürdige Sachgesamtheit
im Sinne des §2 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes handelt
und an seiner Erhaltung wie Pflege vor allem aus geschichtlichen
(darunter sozialgeschichtlichen) Gründen ein öffentliches
Interesse besteht. Hierbei ist es nicht zwingend notwendig, daß
jeder einzelne Teil der Gesamtanlage kulturdenkmalwürdig ist.
Der Unterzeichner ist bereit, diese Aussagen detaillierter
zu begründen, auch, sich für eine Bestandsaufnahme
und bei dieser zu engagieren.
Die gerade in gestalterischer Hinsicht bestehenden Diskrepanzen
zwischen Forstverwaltung und Erhaltungsbefürwortern (insb.
dem Verein »Luftbad Waldwiese«) erscheinen nicht nur
in vielen Punkten unverständlich, sondern auch überflüssig,
weil zu bereinigen und im gemeinsamen Interesse für den Wald
und für angemessene Umgangs- wie Erhaltungsformen nutzbar.
Mit freundlichen Grüßen
[Hofrichter]
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(Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
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Der
nebenstehende Text ist Bestandteil der Vereins-Dokumentation.*1
Zur Autorin: Frau Dr. Raehse hat mit einer Arbeit über jüngste
Grünland-Veränderungen auf botanisch-ökologischer Basis
in ausgewählten hessischen Mittelgebirgen promoviert. Sie hat
in diesem Zusammenhang für das Hessische Landwirtschafts-Ministerium
eine Begleitstudie und eine 1997 veröffentlichte Broschüre
zum Hessischen Ökowiesenprogramm (heute: Hessisches Landschafts-Pflegeprogramm,
kurz HeLP) erstellt.
Hervorhebungen vom Autor der Website.
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Ökologische Bedeutung des Luftbades Waldwiese
von Dr. Susanne Raehse, Kassel
Neben den aus kulturhistorischer Sicht bedeutsamen Bauten hat die
angrenzende und vom Naturheilverein über Jahre hinweg gepflegte
Wiese aus ökologisch-botanischer Sicht einen herausragenden
Wert.
Im Habichtswald hat lang währende extensive Weidewirtschaft
- wie in anderen Waldgebieten auch - zu großflächigen
Entwaldungen geführt. Nach den Aufforstungen im Zuge der preußischen
Agrar- und Forstreform seit Mitte des 19. Jhds. sind auch im Habichtswald
nur noch Restflächen dieses früher viel ausgedehnteren
Offenlandes verblieben. Diese Restflächen, die als Zeugnisse
früherer Landnutzungen gelten können, wurden zudem durch
Nutzungsänderungen, vor allem durch Brache oder Intensivierung,
sehr stark verändert, so daß viele Pflanzen- und Tierarten,
die auf solchen Flächen früher häufig waren, heute
in ihrer Existenz insgesamt gefährdet oder z.T. sogar vom
Aussterben bedroht sind.
Die besondere Situation auf der Waldwiese hat dazu
geführt, daß hier Pflanzenarten durch Pflege erhalten und
gefördert wurden, die überall sonst an ähnlichen
Orten weitgehend verschwunden sind. Nicht allein die beiden dort
vorkommenden und inzwischen auf der »Hessischen Roten Liste«
notierten Orchideenarten, Sumpf-Knabenkraut und Geflecktes Knabenkraut,
wurden durch extensive Wiesenwirtschaft und durch die Liebe zur
Natur erhalten. Eine ganze Reihe weiterer Pflanzenarten, die
sich nur bei Nutzung und geringer Nährstoffzufuhr halten können,
sind hier vertreten. Als exemplarisches Beispiel sei der auf
der Waldwiese vorkommende Teufelsabbiß genannt. Diese wunderschöne
blaue Blume blüht erst im Hochsommer im August, verträgt
weder frühen noch häufigen Schnitt, mag keine hohen Düngergaben
und verschwindet andererseits bei Brache recht schnell. Nicht ohne
Grund gehört der Teufelsabbiß darum zu den Arten, die durch
die moderne Landbewirtschaftung, sei es durch Intensivierung oder
Brache, doppelt gefährdet sind.
Ohne die extensive Pflege durch mindestens zwei Generationen
von naturbegeisterten und der Natur nahe stehenden Menschen hätte
diese eine Wiese, wie die vielen anderen auch, ihren typischen Charakter
eingebüßt, wäre entweder verschwunden oder zu Intensivgrünland
degradiert. Sie ist ein Kleinod im Habichtswald, das es zu schützen
gilt.*1
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(Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
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Der
nebenstehende Text ist Bestandteil
der Vereins-Dokumentation.*1
Michael von Hilchen ist als Landschaftsplaner verantwortlich
für Planung und Umsetzung u.a. des Natur- und Landschafts-Schutzes
im Kreis Bad Kreuznach. Die Liste der Wiesenkräuter auf der Hühnerbergwiese
wurde im Jahre 2002 während eines Ferienaufenthaltes in Kassel
erstellt.

Blick nach Osten über die untere Wiese, 2002.*2
Bilder aus dem Habichtswald:

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Wiesenkräuter
auf der Hühnerbergwiese
von Michael v. Hilchen, St. Goar
Die Kürzel verweisen auf Heilpflanzen:
H = Homöopathie
V = Hausmittel / Volksheilkunde
G = Gewürzpflanze
S = Salat/Gemüse
Achillea millefolium - Schafgarbe H/V/G
Achillea ptarmica - Sumpfschafgarbe V
Aegopodium podagraria - Giersch V/S
Agrimonia eupatoria - Kleiner Odermennig H/V
Alchemilla vulgaris - Gemeiner Frauenmantel V
Alliaria petiolata - Knoblauchsrauke V/G/S
Angelica archangelica - Engelwurz H/V
Campanula patula - Wiesenglockenblume
Campanula trachetium - Nesselbl. Glockenblume
Capsella bursa-pastoris - Hirtentäschel H/A
Cardamine pratensis - Wiesenschaumkraut V/S
Centaurea jacaea - Wiesenflockenblume
Centaurea scabiosa - Skabiosenflockenblume
Circaea lutetiana - Großes Hexenkraut
Cirsium palustre - Sumpfkratzdistel
Dactylorhyza maculata - Geflecktes Knabenkraut
Daucus carota - Wilde Mohre H/A
Epilobium angustifolia - Schmalblättriges
Weidenröschen V/S
Epilobium parviflorum - Kleinblättriges
Weidenröschen H/S
Filipendula ulmaria - Echte Mädesüß H/V
Galium mollugo - Gemeines Labkraut
Galium palustre - Sumpflabkraut
Galium verum - Echtes Labkraut H/A
Glechoma hederacea - Gundelrebe H/A/G
Heradeum mantegazzianum - Riesenbärenklau
Heradeum sphondylium - Wiesenbärenklau V/S
Hieracium umbellatum - Doldiges Habichtskraut
Hypericum maculatum - Kantiges Johanniskraut
Hypericum perforatum - Johanniskraut H/V
Lotus uliginosus - Sumpfhornklee
Lupinus perennis - Lupine
Mentha aquatica - Wasserminze V/G
Myosotis palustris - Sumpfvergißmeinnicht
Origanum vulgare - Dost H/V/G
Plantago lanceolata - Spitzwegerich H/V
Plantago major - Breitwegerich V
Plantago media - Mittlerer Wegerich V
Potentilla erecta - Blutwurz H/V
Prunella vulgaris - Gemeine Braunelle V/S
Ranunculus acris - Scharfer Hahnenfuß H/V
Ranunculus repens - Kriechender Hahnenfuß
Rumex acetosa - Sauerampfer V/S
Sanguisorba officinalis Senecio ssp. -
Großer Wiesenknopf H/V
Stachys palustris - Sumpfziest V
Stachys sylvatica - Waldziest V/G
Stellaria alsina - Quellstemmiere
Symphytum officinale - Beinwell H/V
Taraxacum officinale sp. - Löwenzahn H/V/G
Trifolium pratense - Rotklee V
Trifolium repens - Weißklee V
Vicia saepium - Zaunwicke
Vicia tetraspermia - Vielsamige Wicke
Wegen der Standorteigenschaften vermutlich vorhanden:
Primula veris - Wiesenschlüsselblume H/V
Anmerkungen:
Eigentlich müßte man ab März bis Oktober etwa
alle 2 Monate nachsehen, um alle Vegetations-Aspekte und damit auch
alle Kräuter zu erfassen.
Leider war im Juli die Wiese gerade gemäht, sonst wäre
uns sicher noch manches
mehr aufgefallen.
Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt / des Kreises
Kassel hat vermutlich eine Biotopkartierung in der i.d.R. auch Pflanzen
und Tierarten erfaßt sind; vielleicht ist auch die Hühnerbergwiese
aufgrund ihrer Artenzusammensetzung kartiert worden.
Die Gräser sind bisher noch überhaupt nicht berücksichtigt.
Jedoch ist mir aufgrund des starken Cumarin-Geruchs gleich aufgefallen,
daß das Ruchgras (Anthoxanthum odoratum) stark vertreten ist.
Auffällig ist auch das gehäufte Auftreten der Zarten Binse
(Juncus tenuis).
Eine Auflistung der Gehölze in den Randbereichen der Wiese
werde ich noch
(aus dem Gedächtnis) nach gleichem Schema wie die Krauter anfertigen.*1 |
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(Nach oben zum Inhaltsverzeichnis.)
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| Wichtiger
Hinweis: Am
12.05.1998 hat das Landgericht Hamburg mit dem Urteil 312 0 85/98
- »Haftung für Links« entschieden, daß
man durch die Aufnahme eines Links die Inhalte der gelinkten Sites,
auf die man verweist, gegebenenfalls mit zu verantworten hat und jeder,
der ein Link auf eine fremde Site setzt, für deren Inhalt haftet.
Laut Landgericht kann man sich dieser Verantwortung nur entziehen,
indem man sich genügend und ausdrücklich von den Inhalten
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»Naturheilverein Darmstadt unterstützt
die Bemühungen, das Luftbad Waldwiese bei Kassel zu erhalten.«
www.naturheilverein-darmstadt.de
»Artikel von Heilpraktiker Gerhard
Leibold, Heilpraktiker, aus »Natur & Heilen 4/97«:
LUFTBÄDER - ein in Vergessenheit geratenes Naturheilmittel«
www.naturheilkunde-aktuell.de
www.atelier-latent.de
Dieser Link führt auf die Website von Bertram Weisshaar und zur
Dokumentation seiner »Expedition
durch deutsche Kleingärten - von Leipzig bis Köln«.
Den Bericht von unserem Luftbad und von der Nacht in einer der Hütten
finden Sie direkt hier:
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auf die Weisshaar-Waldweise-Seite |
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Luftbad Waldwiese
.
Nachweise
*1 Ingmar Willkomm: Dokumentation des Naturheilvereins Kassel 1891
e.V.: Das Luftbad Waldwiese im Habichtswald, Kassel 2002. Zu Ingmar
Willkomm siehe weiter unten in dieser Spalte.
*2 Foto: Ulrich Kleine-Hering, Wonsheim
*3 Sammlung Feyll/Forssman
*4 Motivschmiede, Kassel (www.Motivschmiede.de):
Bilder aus dem Habichtswald von der CD »1000 Impressionen - Bad
Wilhelmshöhe und Habichtswald«
*5 Privatarchiv Frau Rosa Haus, Kassel
*6 Aus: Kai Buchholz (Hg.): Die Lebensreform, Entwürfe zur
Neugestaltung von Leben und Kunst um 1900, Institut Mathildenhöhe
Darmstadt 2001
*7 Privatarchiv Gucek, Kassel
Autor der Website:
Friedrich Forssman
Schloßteichstraße 3
34131 Kassel
mail@kassel-mulang.de
Ingmar Willkomm ist seit 1986 Mitglied des Naturheilvereins Kassel
1891 e.V. und mittlerweile eines der ältesten Mitglieder des Luftbades
Waldwiese. Seit dem Jahr 2000 setzt er sich - erst als Sprecher der Hütteneigner
und dann für einige Zeit als 1. Vorsitzender des Vereins Luftbad Waldwiese -
für den Gesamterhalt des Luftbades Waldwiese ein. Aus der Dokumentation
für den »Naturheilverein Kassel 1891 e.V.« und der späteren
Petition erwuchs eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit u.a. unter
Einbeziehung der Parteien des Kasseler Stadtparlaments und des Petitionsausschusses
des Hessischen Landtages, in deren Verlauf viele Persönlichkeiten
zum Gesamterhalt des Luftbades beitrugen.
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